Magic Tour

Der Wetterbericht sagt Starkregen für den Abend voraus, Bassist Peter Gläser ist verhindert, Schuppi hat ein Transportproblem: Bessere Voraussetzungen für eine Blues-Session unter freiem Himmel kann es gar nicht geben. Ach so, und beim Warten auf den Dampfer sitzt Gote in leichtem Nieselregen an der Pier. Perfekt!

Andreas Otto springt am Bass ein, der Regen bleibt irgendwo hinter den sieben Bergen bei den sieben Zwergen, und Schuppis gute Seele bringt ihn bis ans Schiff. Nach den ersten drei Nummern merken wir – das wird ein guter Abend. Magisch, einfallsreich, die Band rollt. Aus „Not fade away“ wird ganz leichthändig „Sympathy for the devil“. „I’m a King Bee“ knallt wie Sau. „Dead Flowers“ reitet der Sonne entgegen. „Poor House“ galoppiert über die Planken. Swingen, schluchzen, grölen – alles dabei. River Blues Band, wie sie sich selbst mag …

Bestimmt liegt es daran, dass Kapitän Uli als Roadie mit angepackt hat.

    

Hard working people …

Überdachung installieren, zusätzliche Verspannungen ziehen, klar Schiff machen: Eine Band hat auf einem Schiff bekanntermaßen ein erhebliches Zusatzpensum zu erfüllen, bevor es an das Umladen der Instrumente und Anlagenteile und den Aufbau geht. Einsingen? Klampfen stimmen? Effekte ausprobieren? Quatsch! River-Blues-Band-Kapellenleiter Schuppi ging mit gutem Beispiel voran und schwang den Besen, nachdem Gote (nicht im Bild) mit den Dacharbeiten fertig war. So konnte Trommler TW sein Equipment sicher aufbauen, denn vom Himmel kam wieder das, was uns alle am Leben erhält: Wasser